Angst und Lernen

In einer neueren Studie (Lee & Fernandes, 2017) fand sich die kuriose Behauptung, dass Angst in kleinen Dosen für das Gedächtnis hilfreich sein kann. In dieser Studie wurde aber nur die schon lange bekannte Tatsache bestätigt, dass Menschen jene Dinge, die sie in angstauslösenden Situationen wahrgenommen haben, besonders lange im Gedächtnis verbleiben. Dadurch würde es zu einer tiefgehenden Verarbeitung kommen als im angstlosen Zustand. Allerdings ist auch klar, dass es äußerst schwierig sein dürfte, den optimalen Angstlevel, der sich gerade noch positiv auf die Merkfähigkeit auswirkt, herzustellen, denn bekanntlich beeinträchtigt Angst generell die Merkfähigkeit und Leistung eines Menschen in massiver Weise.

Literatur

Lee, Christopher & Fernandes, Myra A. (2017). Emotional Encoding Context Leads to Memory Bias in Individuals with High Anxiety. Brain Sciences, doi:10.3390/brainsci8010006.
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/MOTIVATION/LernmotivationPaedagogik.shtml (18-03-02)

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