Betreuung und Pflege

Betreff: „Die Pflege ist ein Pflegefall“ von Helmut Atteneder

Wir werden nicht nur dank der medizinischen Entwicklung älter, den Großteil dieser Errungenschaft hat die Entwicklung in der Hygiene beigetragen, die gute Ernährungssituation, der Wohlstand. Der Medizin ist es zu verdanken, dass das Sterben nicht qualvoll sein muss. Jahrhundertelang hat das System funktioniert, weil die Menschen nicht so alt geworden sind und vor dem Eintritt der Pflegebedürftigkeit verstorben sind – man denke an die Vielzahl der Frauen, die im Kindbett verstorben sind.

Die Bereitschaft, die Pflegeaufgabe innerhalb der Familie zu übernehmen, ist sehr groß: Über drei Viertel der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt, zu über 80 Prozent von Frauen. Ein Beitrag wie dieser ist für das ohnehin angeschlagene Berufsimage der Pflegeberufe nicht sehr förderlich. Denn eines steht fest: Der Familienverbund braucht Unterstützung in der Betreuung und Pflege der Älteren, denn auch die Pflegenden werden älter: Es ist nicht leicht, mit 65 Jahren seine über 85-jährigen Eltern zu pflegen.

Dr. Anita Buchegger-Traxler
Zwettl a. d. Rodl

Quelle: OÖN vom 18. Mai 2010



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