Bewegung bei sitzenden Tätigkeiten

Manche Ratgeber empfehlen bei der Arbeit am Schreibtisch noch immer gerades Sitzen, doch eine gerade Körperhaltung kann auf Dauer zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Eine gesunde Körperhaltung muss nämlich nicht zwingend aus dem Aufrechtsitzen bestehen, denn durch diese recht untypische Sitzhaltung werden die Bandscheiben unmittelbar belastet, was  irgendwann in einen Bandscheibenvorfall münden kann. Durch die immer gleiche Sitzposition werden manche Muskeln stark gedehnt, während andere vernachlässigt werden, wobei die mangelnde einseitige Beanspruchung eine Belastung hervorruft, die gesundheitliche Folgen zeitigen kann. Meist entstehen aus anfängliche Verspannungen chronischen Leiden, wobei auch Schmerzmittel kaum mehr für eine Linderung sorgen können.

Daher sollte man bei sitzenden Berufen immer wieder Bewegung in den Alltag einzubauen, wobei nicht nur eine ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes genügt. Wesentlich ist, die Sitzposition mehrmals täglich zu verändern, d. h., man kann einige Zeit im Stuhl lümmeln, damit man die Bandscheiben entlastet, aber auch das Aufstehen und ein paar Schritte gehen ist nützlich. So sollte man etwa alle Telefonate im Stehen oder Herumgehen führen. Bei einem verspannten Nacken kann man die Schultern kreisen lassen. Auch in der Freizeit kann man gezielt jene Muskelgruppen fördern, die bei der sitzenden Arbeit vernachlässigt werden, wobei nicht unbedingt ein Besuch im Fitnessstudio notwendig ist, sondern es reicht schon, täglich einen Teil des Weges zum Arbeitsplatz zu Fuß zu gehen, oder prinzipiell alle Treppen zu Fuß zu bewältigen und den Lift nicht zu benutzen. Generell sollte man alle Wege in seiner Wohnumgebung, die nicht länger als vier oder fünf Kilometer sind, zu Fuß zurückzulegen!