Damit man beim Stiegensteigen nicht außer Atem kommt!

Beim Stiegensteigen werden Muskeln mehr eingesetzt als beim horizontalen Gehen, wobei bei physikalischer Betrachtung dabei etwa sieben Mal mehr Energie verbraucht wird, denn man muss das Gewicht seines Körpers alleine mit Hilfe der Beinmuskeln die Stufen hochheben. Die beim Stiegensteigen häufig beobachtete Atemlosigkeit, insbesondere wenn man es rasch angeht, hat allerdings weniger mit der Fitness als mit dem Gehirn zu tun.

Das liegt daran, dass das Gehirn sich für kurze Zeit auf das Stiegensteigen konzentriert und dabei automatisch den Atem verlangsamt bzw. ihn sogar teilweise anhält. Das kann man gut beobachte, wenn Menschen beim Einfädeln eines Fadens in eine Nähnadel oder beim Konzentrieren auf den Schuss auf eine Zielscheibe wie beim Dartspielen, instinktiv den Atem anhalten! Durch Konzentration werden aber die Muskeln mit weniger Sauerstoff versorgt, obwohl sie bei der Betätigung des Steigens eher mehr davon benötigen würden. Hat man dann die Stufen geschafft, registriert das Gehirn den Sauerstoffmangel und versucht durch schnelleres Atmen für mehr Sauerstoff zu sorgen, man also das Gefühl hat, außer Atem zu sein.

Tipp: Wenn man sich beim Stiegensteigen bewusst auf das Atmen konzentriert, also bewusst ein- und ausatmet und bei jeder Stufe das Ein- und Ausatmen registriert, wird beim Stiegensteigen nicht mehr so leicht außer Atem kommen. Vermutlich kommt es dabei auch zu einem etwas langsameren Stiegensteigen, was die Angelegenheit zusätzlich erleichtert!

Literatur
Lents, N. H. (2016). This Is Why Climbing Stairs Leaves You Breathless. A flight of stairs can leave the fittest people feeling out of breath.
WWW: https://www.psychologytoday.com/blog/beastly-behavior/201605/is-why-climbing-stairs-leaves-you-breathless (16-08-06)