„Lernen lernen“ boomt

Offensichtlich boomen jetzt Vorträge zum Thema „Das Lernen lernen„, obwohl das Problem aller Maßnahmen darin besteht, dass man Lernen lernen nie unabhängig von konkreten Inhalten erlernen kann – es also in den regulären Unterricht eingebunden werden müsste und nicht als zusätzlicher Lerninhalt angeboten werden sollte. So schreibt etwa der Schwarzwälder Bote: „Mit diesem Ansturm hatte der Gesamtelternbeirat der Altensteiger Schulen nicht gerechnet. Zum Vortrag von Jürgen Möller zum Thema „Das Lernen lernen“ hatten sich mehr als 500 Mütter und Väter angemeldet. (…) Wegen des großen Andrangs wurde das Referat per Video auf eine Großleinwand im Foyer übertragen.“ Und weiter: „Gesamtelternbeiratsvorsitzender Jochen Hubschneider und sein Stellvertreter Ralf Chizzola führten das große Interesse unter anderem darauf zurück, dass das Thema „die meisten von uns persönlich angeht“. Den Eltern sei daran gelegen, ihren Beitrag zu leisten, damit der Nachwuchs gerne zur Schule geht, motiviert ist und wissbegierig bleibt.“
Im Grunde geht es immer wieder um dieselben uralten „Gedächtnistricks“, die zwar für Laien überraschend klingen mögen, aber beim alltäglichen Lernen nicht wirklich funktionieren: „An vielen praxisnahen Beispielen – ergänzt durch Bilder, Geschichten und Assoziationsketten – zeigte Möller auf, welche Lerntypen es gibt, was beim Lernen im Gehirn passiert, wie man sich Dinge besser merken und dem Kind helfen kann, seine Hausaufgaben ohne Murren zu erledigen und die Unterstützung der Eltern nicht im Streit endet.“
Offensichtlich interessieren sich schon Eltern noch nicht schulpflichtiger Kinder, denn „es gingen auch einige Anmeldungen aus Kindergärten der Umgebung ein.“

Quelle

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.altensteig-wuertt-buergerhaus-platzt-aus-allen-naehten.de4a8c95-8829-4dcc-bb19-bb51dd75f446.html (16-02-01)