Nase als Gehirnkühler

Beim Atmen durch die Nase wird nicht nur die eingeatmete Luft erwärmt, sondern dadurch auch das Blut im Inneren des Organs abgekühlt, das anschließend in das Gehirn fließt, wo es somit für eine Kühlung sorgt. Wie übrigens Bourke, Porter, & Witmer (2018) herausfanden, dienten die schon gewundenen Nasengänge einer Gruppe von Dinosauriern für einen effizienten Wärmeaustausch zwischen Körper und Luft und sorgten so für eine Kühlung des Gehirns. Die großen Körper der meisten Dinosauriern müssen im warmen Erdmittelalter sehr heiß geworden sein, wobei gerade stark gepanzerte Tiere wie die Ankylosaurier zwar gut Wärme im Körper halten konnten, dafür war die Abkühlung bei drohender Überhitzung allerdings sehr schwierig. Durch Simulationen entdeckte man nun, dass ein gewundener Atemgang die Wärme ebenso effizient austauscht wie die Nasenmuscheln der Säugetiere.

Literatur

Bourke, J. M., Porter, W. R. & Witmer, L. M. (2018). Convoluted nasal passages function as efficient heat exchangers in ankylosaurs (Dinosauria: Ornithischia: Thyreophora). PLoS ONE 13(12), doi:10.1371/journal.pone.0207381.

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