Propädeutika für MINT-Fächer besonders wichtig

Propädeutika werden an vielen Universitäten in Form von Vorkursen vor Studienbeginn angeboten, in denen die neuen StudentInnen nicht nur fachlich auf das Studium vorbereitet werden sollen, sondern man will ihnen auch helfen, sich im Hochschulleben zurecht zu finden. Solche Propädeutika empfehlen sich vor allem für die MINT-Fächer, denn die Abbruchquote in MINT-Studien ist besonders hoch. Viele technische und naturwissenschaftliche Studiengänge wie die MINT-Fächer gelten als komplex, theoretisch und anstrengend und gehören zu den Fachbereichen mit sehr hohen Abbruchquoten.

In den MINT-Fächern ist der Übergang von Schule zu Studium oft schwierig, d. h., vielen StudentInnenen wachsen die neuen Herausforderungen über den Kopf. Daher ist es sinnvoll, sich schon vor dem Studium in den Fachschaften und in der Studienberatung Informationen darüber zu holen, wo im ersten Semester die Probleme der Erstsemester liegen. Häufig sind es auch falsche Erwartungen, mit denen die MaturantInnen oder AbiturientInnen ins Studium gehen, sodass man sich im Vorfeld die Studienordnungen genau anschauen sollte.

Vor allem am Anfang sind die Anforderungen hoch und relativ schnell stellt sich das Gefühl ein, dass man bei vielen Fächern hinterherhinkt. Studentinnen klagen dann über zu viel Lernstoff und zu wenig Zeit, aber vor allem hat man Schwierigkeiten, in den Fächern abzuschätzen, was wichtig ist und was nicht. Daher ist es wichtig, Prioritäten setzen, sich mit KollegInnen austauschen, Probleme in studentischen Foren zu besprechen.

Wesentlich ist, das Lernen zu lernen, denn das unterscheidet sich in der Regel deutlich vom bisherigen Lernen in den höheren Schulen. Dabei sind nicht unbedingt die StudentInnen mit der besten Matura, die erfolgreich im Studium sind, sondern es sind diejenigen mit der höchsten Kompetenz, richtig lernen zu können. Hinzu kommt, dass in manchen MINT-Studienfächern sehr bewusst zu Beginn stark ausgesiebt wird, sodass es sich für StudentInnen dieser Fächer empfiehlt, sich mit angebotenen Propädeutika auf das universitäre Leben vorzubereiten.

Quelle: http://studium.lerntipp.at/student-sein/studienabbrecher.shtml