Radikale Sprache

Es ist immer wieder erstaunlich, in welche radikaler Sprache in den Medien über Lernen und Prüfungen berichtet wird. So etwas findet sich in einer Augsburger Zeitung folgender sicher gut gemeinte Bericht mit dem Titel: „Lerntipps: So überstehen Studenten den Prüfungswahnsinn„. Und weiter heißt es: „Viele Studenten büffeln aktuell für ihre Klausuren. Damit Prüfungspanik gar nicht erst entsteht, sind hier ein paar Tipps, um das Lernen zu erleichtern und effektiver zu gestalten.“

Dabei ist nicht zu leugnen, dass die anschließend genannten Tipps für die Prüfungsvorbereitung einer Lernberaterin durchaus richtig sind, doch führt die gewählte Sprache dazu, die ohnehin emotional belastende Situation vor Prüfungen durch verbalen Radikalismus noch zu verschärfen. So werden unter Umständen Probleme herbeigeredet beziehungsweise herbeigeschrieben, die im Einzelfall gar nicht zutreffend sein müssen.

Kurios mutet dann in diesem Zusammenhang der fünfte genannte Tipp an: „Nicht verrückt machen lassen„, denn „wer vor Klausuren nervös wird oder sogar zur Prüfungsangst neigt, sollte sich einfach das „Worst Case“- Szenario ausmalen. Im schlimmsten Fall muss man die Klausur einfach wiederholen, was kein Weltuntergang ist“.

Wenn dieser Artikel keine Auflage für Nervosität ist 😉

Siehe dazu unsere Lerntipps zur Prüfungs- und Klausurvorbereitung.