Schulbeginn für Pubertierende zu früh

Bei Jugendlichen verschiebt sich in der Pubertät der biologische Schlaf-Wach-Zyklus, und zwar sowohl der circadiane Rhythmus als auch die Schlafhomöostase, sodass in einem zeitlich starren Umfeld, wie es etwa Schulbeginnzeiten gibt, viele Jugendliche einen andauernden Jetlag erleben. Schlafforscher schlagen deshalb schon seit langem vor, dass der Unterricht zumindest in Höheren Schulen später beginnen sollte. Dunster et al. (2018) untersuchten die Leistungen der SchülerInnen an zwei Highschools in Seattle, nachdem der Schulbeginn von 7:50 Uhr auf 8:45 Uhr verlegt worden war, und stellten fest, dass die SchülerInnen nach der Umstellung um mehr als eine halbe Stunde länger schliefen, aufmerksamer waren und bessere Noten hatten.

Literatur

Dunster, Gideon P., de la Iglesia, Luciano, Ben-Hamo, Miriam, Nave, Claire, Fleischer, Jason G., Panda, Satchidananda, de la Iglesia, Horacio O. (2018). Sleepmore in Seattle: Later school start times are associated with more sleep and better performance in high school students. Science Advances, 4, doi:10.1126/sciadv.aau6200.

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