Zum Tag des Kusses

kuessen-kussMan vermutete früher, dass sich der Kuss aus der Mund-zu-Mund-Fütterung im Tierreich bzw. bei vielen Völkern entwickelt hat, während man aktuell eher der Auffassung ist, dass sich das vom Verhalten von Tieren ableitet, die sich zur Begrüßung oder während der Partnersuche vor allem seitwärts am Kopf oder an den Ohren beschnüffeln. Übrigens ist das Küssen in manchen Kulturen gar nicht bekannt, denn es gibt welche, in denen man sich etwa gegenseitig die Augen leckt oder an den Wimpern knabbert. Auch gibt es in manchen Kulturen den Nasenkuss oder Riechgruß, bei dem Menschen ihre Nasen aneinander reiben oder sich mit der Nase berühren.

Beim Kuss in jeder Form nimmt man die Duftstoffe und den Geschmack des anderen sehr intensiv wahr, etwa um sich für oder gegen einen potenziellen Partner zu entscheiden. Beim Küssen senden Neuronen Informationen an das limbische System, in dem körpereigene Drogen ausgeschüttet werden, etwa stimmungsaufhellende Endorphine (Dopamin und Serotonin) oder Oxytocin, das Stress abbaut.

Ein Mensch verbringt angeblich übrigens etwa 76 Tage im Leben mit Küssen. Küssen beansprucht je nach Intensität zwischen 29 und 38 Muskeln – nach anderer Ansicht bis zu 140 – in einem Gesicht und verbrennt pro Kuss durchschnittlich 12 Kalorien. Küsse können sie die Abwehrkraft des Körpers stärken, da beim Küssen unzählige Bakterien ausgetauscht werden. Zwei Drittel aller Menschen neigen ihren Kopf beim Küssen nach rechts, während sie küssen.

Quellen
OÖN vom 6. Juli 2016
Die Wissenschaft vom Küssen
WWW: http://arbeitsblaetter-news.stangl-taller.at/die-wissenschaft-vom-kuessen/ (12-04-04)