Wie man richtig Vorsätze fasst

Vorsätze sind für viele Menschen psychisch heilsam, weil Vorsätze anerkennen, dass man etwas besser machen sollte, als man es in der Vergangenheit gemacht hat. Voraussetzung dafür ist eine gesunde Selbsterkenntnis, denn in den Menschen ist eine Art von Selbstbetrug oft tief verankert, d. h., vieles von dem, was das Leben schwer macht, ist dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich, weil die Erkenntnis schmerzhaft sein kann, sodass diese Aspekte des Selbst verdrängt werden.

Wenn Vorsätze an Menschen nur von außen heran getragen werden und nicht von ihnen übernommen werden, funktionieren zahlreiche Anläufe zu einer Veränderung eher nicht, denn wenn sich etwa ein Mensch in seinem Körper eigentlich wohl fühlt, aber glaubt abnehmen zu müssen, nur um einer ihm gar nicht so wichtigen sozialen Norm zu entsprechen, wird die Motivation zu gering bleiben. Anders kann es sein, wenn es einen konkreten Anlass gibt, also wenn man etwa seinen Kindern ein gutes Vorbild sein will oder man seinem Partner gefallen möchte.

Wenn Menschen also Vorsätze fassen wollen, so ist eine Gewissenserforschung im Sinne eines selbstkritischen Rückblicks eine wichtige Voraussetzung dazu, denn sonst bleiben alle Vorsätze auf einer sehr oberflächlichen Ebene und erreichen nicht die Tiefen der Persönlichkeit. Etwas weniger Süßigkeiten, weniger Rauchen, mehr Sport, mehr gesunde Ernährung sind solche oberflächlichen Vorsätze, die deshalb wenig wirksam bleiben. Nur wenn man genau weiß, was man falsch gemacht hat, kann man es in Zukunft besser machen. Auch die Psychologie sieht Vorsätze aus einer tiefen Selbsterkenntnis heraus als hilfreich an, denn diese haben einen zentralen Anteil, um positive Tugenden zu entwickeln und belastende Laster zu reduzieren und so das Selbst zu optimieren. Zwar ist es unerheblich, ob man einen Vorsatz zu Neujahr oder zu einem anderen Termin fasst, doch ein neues Jahr hat den psychologischen Vorteil, dass es sich quasi noch unbefleckt anfühlt. Wichtig ist auch, dass man sich nicht zu große Ziele setzt, und auch nicht zu viel auf einmal vornimmt. d. h., es sollten wenige Vorsätze sein, aber diese wenigen müssen konkret sein, sodass man nach nicht nach wenigen Tagen wegen Aussichtlosigkeit den Mut verliert. Unterstützend sollte man es zu einem Ritual machen, vor dem Schlafengehen die Einhaltung seiner Vorsätze zu überprüfen.

Viele Hinweise finden sich in diesem Artikel: Gute Vorsätze für das Neue Jahr.

Literatur
Stangl, W. (2018). Gute Vorsätze für das Neue Jahr. Werner Stangls Arbeitsblätter-News.
WWW: http://arbeitsblaetter-news.stangl-taller.at/gute-vorsaetze-fuer-das-neue-jahr/ (2018-01-05).


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