Als das Internet nach Österreich kam: Mein erstes Mal

nachrichten.at fragte nach dem Augenblick, als die User das erste Mal ins Internet einstiegen. Hier sind vier Schilderungen.

Eine der ersten Homepages an der Uni Linz von Werner Stangl.

Werner Stangl: Mein erster „echter“ Kontakt zum Internet war die Erstellung einer Webseite – einer der ersten eines Uni-Instituts in Österreich – am 6. 3. 1996: paedpsych.jku.at/internet/DIARY/ERSTEHOMEPAGE960313/

Die Geschichte habe ich in einem Tagebuch festgehalten: paedpsych.jku.at/internet/DIARY/diary96.html. Damals hörte man noch „Was soll der Blödsinn, das braucht doch kein Mensch“.

Markus Edlauer, Linz: Mein erster Kontakt mit dem Internet war im Design Center etwa 1995, wo eine Messe/Veranstaltung mit Computern stattfand. Dort stellten sich verschiedene Firmen vor, mit denen man Zugang zum Internet bekam. In einem eigenen Raum gab es ein Internet-Café mit drei oder vier Computern.

Ich fand viele englische Homepages zur Serie „Sailor Moon“ und war nur schwer vom Computer zu trennen (Zuvor war die Serie im ZDF gelaufen.).

Einige Zeit später, im Rahmen des Prix Ars Electronica 1995, konnte man im Rohbau des Ars Electronica Center an zwei Computern im Internet surfen. Da besuchte ich meinen ersten 3D-Chat-Room.

Als das AEC 1996 eröffnete, nahm ich mir bis 2002 immer eine Jahreskarte und surfte, so oft es ging. Ab 1996 hatte ich auch meine erste E-Mail-Adresse von Hotmail, die noch heute funktioniert.

Ghost40, nachrichten.at: Super – ab 1994 gab es das Internet von der Uni gratis (sprich keine Grundgebühr)! Dazu die E-MailAdresse matrikelnummer@jku.linz.at – toll!

Dazu gab es noch die speziellen Onlinetarife und die Compuserv-Gemeinde. Es gab weder Google noch Yahoo – es gab auch noch persönliche Kontakte! Nicht so wie heute, wo ich mein Gegenüber im Büro per Facebook fragen muss, wie es ihm geht. Es hat halt alles zwei Seiten, suchen wir uns überall die bessere raus.

mausfanger, nachrichten.at: Es war irgendwie langsam (trotz einfachster HTML-Seiten) und irrwitzig kostspielig (5000 Schilling in zwei Monaten).

Geschäftlich war’s aber relativ schnell wirklich sehr interessant! Das erste E-Mail habe ich einem Lieferanten aus dem Hamburger Raum geschickt – zwecks Preis-info. Er hat ZURÜCKGERUFEN! Der hatte noch kein Vertrauen ins neue Medium.

Das Ganze war trotz aller Neuheit und der Möglichkeiten, die sich relativ schnell entwickelt haben, etwas (sehr) zäh am Anfang.

Quelle: OÖN vom 11- August 2010

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