Die „Eureka Latin Verse Machine“

Fünfzehn Jahre hat der britische Buchdrucker und Bastler John Clark an einer Maschine – der ‚Eureka‘ Latin Verse Machine – gearbeitet und diese 1845 vorgestellt, die lateinische Hexameter generieren konnte. Über eine aus Rädern, Spulen und Federn bestehende Mechanik wurden Buchstaben zu Wörtern zusammengebaut und nach syntaktischen Regeln in einen von sechs freien Slots platziert. Betätigte man einen Hebel, begann die Maschine zu arbeiten und gab in einem Sichtfenster einen Vers aus, wobei sie etwa einen Vers pro Minute schaffte. Die Maschine kann als Vorläufer der modernen Schreibmaschinen oder Rechenmaschinen bezeichnet werden und war typisch für die im 19. Jahrhundert beliebten Automaten und Rechenmaschinen. Diese Methode der Verserstellung war übrigens nicht Clarks Erfindung, denn bereits 1677 hatte ein John Peter das Werk „Artificial Versifying. A New Way to Make Latin Verses“ veröffentlicht, wobei Clarks Beitrag darin bestand, diesen Prozess vollständig zu automatisieren.

Literatur

Stangl, W. (2018). Stichwort: ‚Brain Computer Interface‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.
WWW: http://lexikon.stangl.eu/22639/brain-computer-interface/ (2018-09-04)

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