Grübeln statt Einschlafen

Grübeln tritt bei manchen Menschen besonders häufig vor dem Einschlafen auf und dauert oft Stunden, bis sie endlich einschlafen, denn sie werden von nervenden und zermürbenden Gedankenschleifen in einer Art Gedankenkarussell wachgehalten und finden aus diesem nicht heraus. Im Grunde handelt es sich um eine wichtige Funktion des menschlichen Verstandes, denn der Verstand versucht prinzipiell immer, aus der Vergangenheit zu lernen, um weitere bedrohliche Situationen zu vermeiden, doch übertreibt er manchmal dabei, und es werden eher unbedeutende Situationen zu lebenswichtigen Szenarien aufgebauscht. Ein solches Grübeln ist für den Betreffenden nicht nur lästig, sondern kann sogar körperlich schaden, da negative Gedankenschleifen für unangenehme Gefühle und körperliche Reaktionen wie Unruhe und Schlaflosigkeit sorgen. Das Verlockende am Grübeln ist dabei, dass es kurzzeitige Linderung eines inneren Spannungszustands verspricht, denn man hat dabei das Gefühl, an einer Lösung zu arbeiten.
Es gilt daher langfristig herauszufinden, woher diese persönliche Unzufriedenheiten kommen, und man versuchen zu lernen, besser mit den zugrundeliegenden Konflikten umzugehen, unangenehme Gefühle besser auszuhalten, sich neutraler oder wohlwollender mit sich selber auseinanderzusetzen und sich nicht so sehr von negativen Glaubenssätzen leiten zu lassen.

Literatur

Stangl, W. (2019). Grübeln einmal anders. Werner Stangls Arbeitsblätter-News.
WWW: http://arbeitsblaetter-news.stangl-taller.at/gruebeln-einmal-anders/ (2019-01-22)

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