Frühkindliche Verlustängste haben Folgen für das ganze Leben

Frühkindliche Verlustängste haben Folgen für das ganze Leben

02.02.2012, 17:11 Uhr | Simone Blaß

Grundsätzlich ist Angst etwas Gutes. Sie warnt uns vor Gefahren und lässt uns in bestimmten Situationen vorsichtig werden. Wissenschaftler vermuten, dass der Mensch nicht nur ab dem Zeitpunkt seiner Geburt mit Ängsten konfrontiert ist, sondern bereits weit vorher. Manche Ängste tauchen in unterschiedlicher Ausprägung bei allen Kindern auf. Dazu gehört zum Beispiel Angst vor Dunkelheit, Alleinsein oder lauten Geräuschen. Auch die Trennungs- oder Verlustangst ist normal – bis zu einem gewissen Grad.

Fehlender Blickkontakt kann bei Babys Trennungsangst auslösen

Ein Säugling hält sich für einen Teil seiner Mutter. Beginnt er zu begreifen, dass er unabhängig von ihr existiert, macht diese Erkenntnis erst einmal unsicher. Das Baby wird extrem anhänglich, beginnt zu weinen, wenn es die Mutter nicht mehr sieht. Schließlich weiß das Kind nicht, ob die Bezugsperson wiederkommen wird. „Kinder erleben das ‚Verschwinden‘ der Bezugsperson kognitiv als realen Verlust, das heißt, sie müssen erst lernen, dass diese Person nicht auf Dauer verloren ist“, erklärt Professor Werner Stangl vom Institut für Pädagogik und Psychologie der Johannes Kepler Universität in Linz. „Hier genügt schon der Verlust des Blickkontaktes, um Angst auszulösen. Wiederholte Trennung von der Bindungsperson belasten jedes Kind emotional, was auch physiologisch nachweisbar ist.“ Je enger das Kind an eine Person gebunden ist, desto stärker fällt auch die Angst aus.

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