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Geruchssinn und Gedächtnis

Das Nachlassen des Geruchssinns gilt als wichtiger Marker für eine frühzeitige Diagnose von Demenz oder der Alzheimer-Krankheit. Der Verlust des Geruchssinns ist daher ein wichtiges Frühsymptom für einige degenerative Erkrankungen des Gehirns, da zahlreiche Studien einen Zusammenhang zwischen Demenz und Geruchsverlust festgestellt haben, da ja das Gedächtnis eine entscheidende Rolle beim Erkennen von Gerüchen spielt.

Laut einer Studie von Pacyna et al. (2022) ist eine rasche Abnahme des Geruchssinns ein besonderes Anzeichen für die Alzheimer-Krankheit. Seit 1997 erforschte man im Rahmen eines Projekts neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und führte jährlich Geruchstests sowie Tests der kognitiven Funktionen bei den Bewohnern von Altenheimen durch. Die Daten zeigten, dass diejenigen, die nur wenige Jahre nach Beginn der Studie ihren Geruchssinn verloren hatten, ein doppelt so hohes Risiko hatten, an Demenz oder Alzheimer zu erkranken, und dass eine Verschlechterung des Geruchssinns mit einem geringeren Volumen der grauen Substanz in den für das Gedächtnis und den Geruchssinn zuständigen Hirnregionen verbunden war. So konnte gezeigt werden, dass das Volumen und die Form der grauen Substanz in den olfaktorischen und gedächtnisassoziierten Bereichen des Gehirns von Menschen mit einer raschen Verschlechterung des Geruchssinns kleiner waren als bei Menschen mit einem weniger starken Verlust des Geruchssinns.

Literatur

Pacyna, Rachel R., Han, S. Duke, Wroblewski, Kristen E., McClintock, Martha K. & Pinto, Jayant M. (2022). Rapid olfactory decline during aging predicts dementia and GMV loss in AD brain regions. Alzheimer’s & Dementia, doi:10.1002/alz.12717.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35899859/ (22-08-09)






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