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Intervall-Fasten

Beim Intervall-Fasten, auch periodisches oder intermittierendes Fasten genannt, wird Nahrung in einem wechselnden Rhythmus aufgenommen. Auf eine Phase, in der normal gegessen werden darf, folgt eine Periode des Verzichts, in der nur Wasser und ungesüßte Getränke erlaubt sind. Varianten gibt es viele. Die für viele einfachste Form ist das stundenweises Fasten: 16:8. Dabei wird innerhalb von 24 Stunden zwischen mindestens 16 Stunden auf Essen verzichte, die restliche Zeit verbleibt zur Nahrungsaufnahme. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass ein solches  Ernährungsmodelle eine lebensverlängernde und gewichtsoptimierende Wirkung besitzt. Während tageweises Fasten gesellschaftlich oft schwer umsetzbar ist, ist vor allem für Einsteiger die Variante mit dem 16:8-Rhythmus der einfachste Weg, da die Nachtruhe in den Verzichtszeitraum mit eingerechnet wird und daher automatisch beim Fasten hilft. Außerdem lässt sich das Prinzip relativ leicht im Alltag verankern, indem man auf das Frühstück oder das Abendessen verzichtet. Siehe dazu auch Autophagie.

Das Intervallfasten hilft nicht nur beim Abnehmen, es trainiert auch den Stoffwechsel. Studien zeigen, dass die regelmäßige Unterbrechung der Nahrungsaufnahme die Selbstreinigung der Zellen fördert (Autophagie). Fasten fördert sozusagen die körpereigene Müllabfuhr. Dieser Prozess ist auch Bestandteil der Immunabwehr. Je mehr Autophagie in einem Organismus abläuft, desto gesünder bleibt er. Durch Fastenzeiten geben Sie den Abwehrkräften eine Auszeit, da jede Mahlzeit auch das Immunsystem herausfordert.

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Intervallfasten einer Diabetes-Typ-2-Erkrankung vorbeugen und bei Krebstherapien womöglich unterstützend wirken kann. Eine aktuelle Untersuchung von Forschern des King’s College in London zeigte auch, dass Mäuse, die fasten mussten, eine wesentliche Verbesserung ihres Langzeitgedächtnisses erzielten, denn sie konnten eine Testaufgabe, bei der sie mehrmals durch ein Labyrinth den Weg finden mussten, weitaus besser bewältigen als die anderen Versuchsgruppen. Das Klotho-Gen hat bei Mäusen nicht nur wie bereits bekannt eine lebensverlängernde Wirkung, sondern spielt auch eine Rolle bei der Produktion von neuen Nervenzellen im Hippocampus. Diese nehmen eine wichtige Rolle bei der Gedächtnisbildung von Erwachsenen ein. Normalerweise nimmt ihre Produktion mit höherem Lebensalter ab, was zum Teil den kognitiven Rückgang bei älteren Menschen erklärt. Sie werden vergesslicher und können sich nicht mehr so gut an Details erinnern.






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