Kritikalität bei Meditation

Wenn sich Menschen ohne jegliche Meditationserfahrung ausschließlich auf Ihre Atmung konzentrieren, wird die neuronale Aktivität über weite Teile der Hirnrinde hinweg koordiniert, wobei im Gegensatz zum Ruhezustand achtsame, fokussierte Aufmerksamkeit erfordert, dass man das Wandern der Gedanken bemerkt und unterdrückt und sich immer wieder neu auf den Atem konzentriert. Dabei geht es um ständige Überwachung und exekutive Kontrolle, insbesondere bei Anfängern, damit das in Gehirnzuständen umgesetzt wird, die an einem instabilen kritischen Punkt zwischen Ordnung und Unordnung (Kritikalität) ausbalanciert sind und eine flexible Fokussierung der Aufmerksamkeit ermöglichen.

In einer Studie verglich man eine Gruppe von Probanden, die Achtsamkeitsmeditation durchführten, mit einer Gruppe in Ruhe, wobei den Meditationsanfängern eine einfache Achtsamkeits-Atmungsaufgabe gestellt wurde. Es zeigte sich, dass hochfrequente Aktivität des Gehirns im Vergleich zum Ruhezustand Kritikalität zeigt, wobei der frontale Cortex neuronale Aktivitätskaskaden auslöst und diese Aktivitäten durch andere cortikale Regionen führen als im Ruhezustand. Offenbar verursacht Meditation lokale funktionelle Veränderungen des Gehirns, was die damit verbundene Verbesserung der Informationsverarbeitung erklärt.


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