Schulentwicklung durch Schulprofilierung?

Schulentwicklung durch Schulprofilierung?
Zur Veränderung von Koordinationsmechanismen im Schulsystem

Herausgegeben von Herbert Altrichter, Martin Heinrich und Katharina Soukup-Altrichter
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2011.
258 Seiten. Mit 15 Abb. u. 24 Tab. Broschur. EUR 29,95
ISBN 978-3-531-16671-1

Durch die Politik der Erhöhung schulischer Gestaltungsspielräume, der „Schulautonomie“, haben Schulen neue Möglichkeiten erhalten, spezifische Profile zu entwickeln, mit denen sie sich von Nachbarschulen unterscheiden. Ob und wie sich durch solche Prozesse die Regelungs- und Koordinationsbeziehungen im Schulwesen wandeln, wird in diesem Band in qualitativen und quantitativen Forschungsstrategien thematisiert: Welche Veränderungen der innerschulischen Arbeitsorganisation, des Unterrichts, der Außenbeziehungen oder der Wirkungen von Schulen zeigen sich im Zuge von Schulprofilierungsprozessen? Verlaufen diese Entwicklungsprozesse bei verschiedenen thematischen Profilierungsschwerpunkten (wie Fremdsprachen, Kunst und Kreativität, Soziales Lernen, Integration, Informations- und Kommunikationstechnologien) unterschiedlich? Die Ergebnisse werden governanceanalytisch in Hinblick auf die Ziele und Hoffnungen „neuer Steuerung im Schulwesen“ diskutiert.

Inhalt
Erweiterung schulischer Gestaltungsspielräume, Schulprofilierung und veränderte Steuerung im Schulwesen – Geschichte und Wirkungslogik der Autonomiepolitik – Schulentwicklung durch Schulprofilierung? – Prozesse, leitende Werte und wahrgenommene Wirkungen von Profilierungsprozessen – Schulinterne Koordinationsmechanismen und Unterrichtsentwicklung – Systemische Koordinationsmechanismen im Mehrebenensystem – ‚Profilierung‘ vs. ‚Normalisierung‘: Unterschiedliche Ausformungen von integrationspädagogischen Arbeitsschwerpunkten – Ergänzende Perspektiven: Was nicht im Schulprofil steht: ‚Vorzeigeklassen‘ und ‚Restklassen‘ an Hauptschulen – Rekrutierung von SchülerInnen und Wirkungen von Profilhauptschulen – Resümee

Herausgeber
Dr. Herbert Altrichter ist Professor am Institut für Pädagogik und Psychologie der Johannes Kepler Universität Linz.
Dr. Martin Heinrich ist Professor am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Hannover.
Dr. Katharina Soukup-Altrichter ist Professorin an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich.

Zielgruppe
FachwissenschaftlerInnen und Studierende im Hauptstudium in den Fachbereichen Erziehungswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft DezernentInnen in Schulaufsicht und -inspektion sowie der oberen Schulverwaltung Verantwortliche in Bildungsinstitutionen und bildungspolitische Entscheidungsträger in Bund und Ländern

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