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Slow-TV-Format für Menschen mit Demenz

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    In Österreich leben nach Schätzungen rund 170.000 Menschen mit Demenz, wobei diese zunehmend Schwierigkeiten haben, den herkömmlichen Fernsehprogrammen und Spielfilmen zu folgen. Je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto eher sind sie von hohem Tempo, zu vielen Informationen, schnellen Schnitten, langen Dialogen und einer komplizierten Handlung überfordert. Das Slow-TV-Format „Schau-Fenster“ bietet einfache Handlungen, niedriges Erzähltempo, keine schnellen Bildwechsel, keine akustischen oder visuellen Reizüberflutungen, ruhige Bilder sowie vertraute Orte und Motive.

    In ruhigen, klaren Bildern werden bekannte Szenen gezeigt, die die Sinne ansprechen, aber nicht reizüberflutend sind. „Schau-Fenster“ entstand im Rahmen eines partizipativen Entwicklungsworkshops unter der Leitung von Raphael Schönborn, Geschäftsführer des Vereins Promenz, gemeinsam mit Menschen mit Demenz, Angehörigen, Vertreterinnen und Vertretern der Österreichischen Demenzstrategie sowie Medienvertreterinnen und -vertretern des ORF.

    Ziel war die Entwicklung eines Medienformats, das sich an den Bedürfnissen und Wahrnehmungsmöglichkeiten von Menschen mit Demenz orientiert. Es sind Spaziergänge durch die Natur, Tiere in ihrer gewohnten Umgebung und stille Alltagsmomente, die „Schau-Fenster“ auf ORF ON mit einfachen und klaren Inhalten und ohne Reizüberflutung zeigt. So entsteht ein beruhigendes Fernseherlebnis, das besonders Menschen mit Demenz ansprechen, emotionale Erinnerungen wecken und positive Gefühle vermitteln soll.

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