Sportwetten über das Internet

sind besonders tückisch, denn sie befriedigen das Bedürfnis der Süchtigen, ihre Erregung aufrechtzuerhalten, indem sie schnell und immer wieder wetten, d. h., innerhalb von Sekunden können sie auf Ereignisse eines laufenden Spiels setzen, etwa auf die nächste Ecke, die nächste gelbe Karte, das nächste Tor. Gefördert wird diese Sucht durch Werbung für Wettspiele etwa in den Pausen von Fernsehübertragungen von Spielen. Hinzu kommt, dass zahlreiche Wettanbieter als Sponsoren auftreten und folglich deren Logo auf dem Trikot von bekannten Vereinen auftauchen und daher ständig präsent sind. Da viele Sportler Werbeträger sind, suggerieren die Sportwetten-Anbieter, dass echte Experten mit Wetten sogar Geld verdienen könnten, auch wenn zahlreiche Studien gezeigt haben, dass es keinen Unterschied macht, ob Laien oder Experten tippen. Dennoch versprechen Wettanbieter, dass SpielerInnen mit gutem Fachwissen beim Wetten auf Sportergebnisse Geld verdienen können, wobei diesem Irrglauben nach einer Studie besonders aktive SportlerInnen unterliegen. Oft findet in Sportvereinen der Einstieg in die Sucht statt, wenn nach dem Sport in geselliger Runde Tipps und Prognosen über das Abschneiden der Vereine ausgetauscht werden, woraus sich besonders dann, wenn regelmäßig gewettet wird, daraus ein pathologisches Verhalten entwickeln kann.

Literatur

https://www.swr.de/swr2/wissen/Sportwetten-Milliardengeschaeft-mit-Suchtpotential,swr2-wissen-2019-09-11-100.html (19-09-12)



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