Stoffwechsel im menschlichen Körper

Der menschliche Stoffwechsel arbeitet mit Kohlenhydraten bzw. Zucker und Fetten bzw. Ketonkörpern, wobei das Umschalten zwischen Zucker- und Fettverbrennung durch Hormone und Signalgeber erfolgt. Zuckerverbrennung wird durch Insulin und mechanistic Target of Rapamycin (ein Protein) nach Mahlzeiten aktiviert, die Fettverbrennung erfolgt nach Aktivierung durch die Botenstoffe Glucagon und Adenosin-Monophosphat-aktivierte Proteinkinase (ein Enzym), typischerweise wenn man in der Nacht oder am Morgen hungrig ist. Die erste Mahlzeit, üblicherweise das Frühstück, beendet diese Fettverbrennung und der Körper geht dazu über, die Nahrung und nicht seine Reserven zu verbrennen. Wenn man die Zeiten der Fettverbrennung verlängert und gleichzeitig den Energieverbrauch erhöht, beginnt man abzunehmen. Dieses Prinzip der Aufteilung des Tages in ein Ess- und Fastenfenster ist bekannt unter der Bezeichnung Intervallfasten – 16/8-Methode. Dadurch nimmt man nicht nur ab, sondern es wird auch eine Vielzahl gesunder Prozesse in Gang setzt, etwa die Autophagie, der Recyclingprozess der Zellen.

Obwohl die wissenschaftliche Diskussion darüber mitnichten abgeschlossen ist, gibt es mittlerweile solide Daten, die dessen positive Effekte auf die Gesundheit belegen. Zu diesen zählt nicht nur die von vielen primär angestrebte Gewichtsreduktion. Grob zusammengefasst scheint Intervallfasten den sogenannten Zivilisationskrankheiten entgegenzuwirken. Auch die lange belächelten Konzepte der Entschlackung durch (Kurz-)Fasten haben unter dem Schlagwort «Autophagie» eine Rehabilitation erfahren.

Müdigkeit nach Nahrungsaufnahme

Viele Menschen haben nach dem Mittagessen das Bedürfnis ein wenig zu schlafen, denn sie fühlen sich nach dem Essen müde. Dafür gibt es eine physiologische Erklärung, denn im Körper eines Menschen fließen im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Liter Blut, das je nachdem, wo es gebraucht wird, umverteilt wird. Nach einer Mahlzeit ist das Verdauungssystem gefordert, sodass der Körper mehr Blut in die Verdauungsorgane schleust. Da Menschen aber nur eine begrenzte Menge an Blut haben, fehlt dieses an anderer Stelle, etwa im Gehirn. Während der Verdauungsprozesse wird das menschliche Gehirn mit weniger Blut versorgt, was schließlich auch weniger Sauerstoff bedeutet und das macht müde. Allerdings macht es einen Unterschied, ob man mittags etwa Leichtes wie einen Salat oder etwas Belastendes wie einen Braten mit Beilagen gegessen hat, denn schwer verdauliche Nahrung fordert das Verdauungssystem mehr, denn es muss mehr und länger arbeiten, sodass man die Müdigkeit stärker spürt. Zwar kurbelt Bewegung den Verdauungsprozess an, doch dabei wird dabei das Blut, das jetzt im Verdauungstrakt gebraucht wird, für die Muskeln abgezogen, sodass es ratsam ist, zuerst ein wenig zu rasten.

Literatur

https://www.nzz.ch/wissenschaft/intervallfasten-was-das-mit-einfach-leben-zu-tun-hat-ld.1483834 (19-05-27)



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