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Warum leiden manche Menschen im Herbst und Winter unter dem Morgenblues?

Wenn der Morgen und die Stimmung im Herbst und Winter grau sind, fällt es manchen Menschen schwer, in den Tag zu starten. Wenn man dann noch eine Nachteule ist, ist der Morgenblues vorprogrammiert. Eine der Ursachen ist Schlafmangel, denn viele Menschen schlafen zu wenig oder nicht gut.

Intensiver Sport am Abend, lange Arbeitszeiten, nächtlicher Medienkonsum, nächtliches Aufwachen, sei es wegen Kindern, Haustieren, Harndrang oder Grübeln, lassen viele Menschen schlecht schlafen. Hinzu kommen stressige Morgenroutinen, Termindruck oder völlig überladene Vormittage, z.B. gesundes Frühstück, dann Sport oder Meditation, dann mit den Kindern in die Schule und dann pünktlich und perfekt vorbereitet an den Arbeitsplatz, wobei auf dem Weg dorthin noch schnell dies und das erledigt wird.

Manchmal ist noch etwas vom Vortag übrig, die Wäsche muss noch aufgehängt oder die Küche aufgeräumt werden, so dass in manchen Haushalten die morgendliche To-Do-Liste für diese Zeitspanne zu lang ist, so dass der Stress schon in den ersten Stunden des Tages entsteht.

Besonders betroffen sind oft Alleinerziehende, die auch einen Vormittag mit Kindern allein bewältigen müssen, Menschen im Schichtdienst oder in Berufen mit eklatantem Personalmangel, zum Beispiel in der Pflege oder in der Erziehung, die bereits am Arbeitstag ein hohes Arbeitspensum zu bewältigen haben, oder Pflegende, die noch Angehörige betreuen. Hier ist es eher der Lebenskontext, der für Dauerstress sorgt, so dass diese Menschen permanent zwischen Stress und notwendiger Erholung jonglieren müssen, so dass ein ruhiger Morgen kaum zu organisieren ist.

Hier hilft es, die Morgenroutine zu reflektieren, d.h. wo hat man Zeit, womit muss man sich überhaupt beschäftigen, was dazu führen kann, dass man die eine oder andere Aufgabe nicht mehr am Morgen, sondern vielleicht am Vorabend, im Laufe des Tages oder vielleicht am Wochenende erledigen muss. Bestimmte Routinen machen das Nachdenken und Planen oft überflüssig, was Zeit und Energie sparen kann. Die ideale Morgenroutine ist diejenige, die den Menschen einen ruhigen Start in den Tag ermöglicht, d. h. genügend Zeit für Körperpflege, ein gutes Frühstück und etwas anderes, das Freude macht, wie Lesen, Musik, Haustiere oder ein Gespräch am Frühstückstisch mit der Familie. Man sollte die eigenen Routinen auf Stressanfälligkeit überprüfen und nach Möglichkeit alles, was zu viel Stress verursacht, vereinfachen.






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