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Was ist Mikromanipulation?

Mikromanipulation findet man vor allem bei Narzissten, wobei sie meist sehr subtil und in kleinen Schritten agieren, d. h., wie der Begriff Mikromanipulation schon sagt, handelt es sich um eine Manipulation, die in kleinen Schritten abläuft. Die betroffene Person merkt es kaum, sodass dieser manipulative Prozess sehr heimtückisch ist. Mikromanipulation ist eine Taktik, die bei Narzissten sehr beliebt ist, wobei man sich diese Mikromanipulation wie den Stich eines Insekts vorstellen kann, das langsam Gift einflößt, ohne dass man es sofort merkt. Narzisstische Menschen versuchen nämlich, einen glauben zu machen, dass sie emphatisch sind, einen verstehen und für einen da sind. Das kann dazu führen, dass der eigene Blick getrübt wird und man die wahren Absichten eines Narzissten zunächst nicht erkennt. Das Gefährliche an der Mikromanipulation ist, dass die narzisstische Person versucht, eine intime Beziehung aufzubauen, um jemanden auf seine Seite zu ziehen, sodass sie oder er genug Angriffsfläche erhält, um kleine Manipulationen geschickt auszuprobieren. Das Ergebnis dieser Art von Manipulation ist, dass man den daraus resultierenden Schaden erst bemerkt, wenn es schon viel zu spät ist. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass man so früh wie möglich erkennt, dass man das Opfer einer Mikromanipulation geworden ist. Im folgenden einige Anzeichen dafür, dass man ein Opfer von Mikromanipulation geworden ist:

Beiläufige Kommentare, die eine tiefere Bedeutung haben: Narzissten neigen selten dazu, Dinge direkt anzusprechen, sondern ihr Manipulationen erfolgen meist sehr subtil und über Metaebenen. Daher sind scheinbar beiläufige Kommentare, die dennoch eine sehr klare Botschaft haben, oft Teil der Mikromanipulation. Beispiele dafür sind Sätze wie: „Sieh mal, wie toll Person X mit ihren Kindern umgeht“. Dies könnte eine Art von Mikromanipulation sein.

Angedeutete Handlungen, die eine Nachfrage provozieren: Ein wichtiger Teil der Mikromanipulation besteht darin, bestimmte Handlungen anzudeuten, um zu provozieren, dass man danach fragt. Zum Beispiel eine gelöschte Nachricht oder ein Anruf, der sofort beendet wird. Damit soll man auf subtile Weise unter Druck gesetzt werden, nachzufragen, denn narzisstische Menschen wollen vor allem eines: Aufmerksamkeit.

Einnehmen der Opferrolle: Narzissten lieben die Opferrolle, wobei diese Rolle ein wichtiger Bestandteil der Mikromanipulation ist. Allerdings tun diese Menschen so, als würde es sie nicht stören und arbeiten auch hier sehr subtil. Es soll suggeriert werden: „Hallo, schau mal, ich leide so sehr für dich, aber es macht mir nichts aus“. Damit soll erreicht werden, dass man sich schlecht fühlt und Mitleid ihr oder ihm gegenüber hat.

Schlechte Nachrichten an unerwarteten Stellen: Menschen, die mit Mikromanipulation arbeiten, verlassen sich hauptsächlich auf eine ganz bestimmte Taktik. In scheinbar harmlose Gespräche wie Small Talk streuen sie scheinbar schlechte Nachrichten ein. Zum Beispiel erwähnen sie scheinbar beiläufig, dass die Person schrecklich krank ist. Das soll das Gegenüber sprachlos machen und weitere Nachfragen bei der Person provozieren.

Narzissten wollen zum Zentrum der Gefühle des anderen vordringen: Narzisstische Personen wollen das Zentrum der Gefühlswelt des anderensein. Nur so können sie gekonnt manipulieren, denn auf diese Weise stellt die Person sicher, dass man nach dieser Person fragt, sich um sie kümmert und sich um sie sorgt. Der Person geht es nicht um den anderen, sondern nur um ihre persönlichen Interessen.






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