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Wie Gesichter und Namen verbinden?

Das Merken von Namen fällt vielen Menschen schwer, was nicht zuletzt daran liegt, dass das Äußere und speziell das Gesicht eines Menschen auch bei einem kurzem Aufeinandertreffen schon in Erinnerung bleibt, doch den Namen als mehr oder minder abstraktem Begriff kann das menschliche Gehirn nicht so leicht verarbeiten. Im Gehirn gibt es als Folge der evolutionären Entwicklung schließlich ein spezielles Areal, das dafür zuständig ist, Gesichter zu verarbeiten, während für Namen ein solcher Gehirnbereich nicht vorhanden ist. In der Evolution des Menschen war es offenbar wichtig, das Aussehen und die Gesichter der Mitglieder der eigenen Gruppe schnell zu identifizieren bzw. es gab die auch eine Notwendigkeit zur Differenzierung zwischen Menschen, da die Gruppengröße mit der Zeit unüberschaubar wurde. Namen sind erst später durch die Entwicklung der Sprache hinzugekommen ist. Allerdings bleiben Namen schneller im Gedächtnis, wenn man einen emotionalen Bezug zu jemandem herstellen kann, oder wenn dieser Mensch eine große Bedeutung besitzt. Eine gewisse Rolle spielt vermutlich auch die Förderung im Kindesalter mit einem entsprechenden Training.

Beispiel für Assoziationen und Wortspiele zum Merken von Namen: Michael trinkt gerne Milch, Anna balanciert eine Ananas auf dem Kopf, Matthias hüpft gerne auf Matten herum.

Wichtig ist immer, sich zu überlegen, was sich das Gehirn merken soll und was kann man ihm abnehmen, denn es ist völlig in Ordnung, sich Termine aufzuschreiben, denn Termine zu merken, wann etwa der nächste Arztbesuch ansteht, macht wenig Sinn. Man setzt daher solche Techniken nur dann ein, wenn es wirklich sinnvoll ist. Auch der berühmte Einkaufszettel ist besser als diesen mit der Körperroute zu verbinden, wie das manche Gedächtnisgurus vorschlagen!

Siehe dazu im Detail Das Namensgedächtnis verbessern.






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